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αir clean-System; Das neue Lüftungssystem sorgt für frische Luft in Wohnungen

In unserer aktuellen Ersatzteilliste finden Sie eine komplette Übersicht unserer Produkte.

Nutzen Sie für die Auslegung unser Programm LIMODOR professional. Fordern Sie das Programm mit dem Kontaktformular an.

FAQ; Fragen und Antworten zum Thema Lüftung

Hinweis zu den nachfolgenden Fragen und Antworten:

Die nachfolgenden Fragen und Antworten können selbstverständlich nicht alle Bereiche abdecken. Sie werden von Fachkundigen beantwortet und unterliegen auch einer persönlichen Meinung. Rechtsansprüche können aus den Antworten nicht abgeleitet werden. Sie können uns gerne Ihre Frage per e-mail oder mittels dem Formular Kontakte zum Thema "Lüftung" zusenden. Wir werden versuchen Ihnen kurzfristig eine Antwort mitzuteilen.

 

? Ist eine Wohnungslüftung Pflicht?
Antwort:
Nach baurechtlichen Vorgaben sind zur Zeit nur innenliegende Ablufträume z.B. Bad, WC oder Kochnischen von Wohnungen nach den Grundsätzen der DIN 18017-3 zu entlüften. Dies schließt die Zuluftnachströmung (Einsatz ALD) und Überströmungen (z.B. Einsatz WDH) mit ein. Diese Forderung ist in der Landesbauordnung bzw. den bauaufsichtlichen Zulassungen der Lüftungsgeräte festgeschrieben. Innenliegende Küchen sind nach der -Bauaufsichtlichen Richtlinie über die Lüftung fensterloser Ablufträume- zu entlüften.
Nach der EnEV sind Wohnungen so auszulegen, dass der erforderliche Mindestluftwechsel sicherzustellen ist. Dieser "Mindestluftwechsel" besteht aus einer Kombination zwischen Fensterlüftung, Infiltration und dem Anteil der mechanischen Lüftung. Der Mindestluftwechsel wird als Lüftungswärmeverlust in der Heizlastberechnung mit dem 0,35 bis 0,5-fach des beheizten Wohnraumvolumens berücksichtigt.
Die DIN 1946-6 soll den Status "(allgemeine) anerkannte Regel der Technik" erhalten. Eine baurechtliche Forderung besteht zur Zeit nicht. Es kann jedoch aufgrund von zivilrechtlichen Entscheidungen vorkommen, dass es dem Wohnungsnutzer nicht zuzumuten ist, einer "ausreichenden Fensterlüftung" nachzukommen.  In diesem Fall muss dem Nutzer die Möglichkeit gegeben werden, den erforderlichen Luftwechsel durch z.B. eine mechanische Lüftungsanlage zu erfüllen. Die Auslegung der Lüftungsanlage kann anhand der DIN 1946-6 vorgenommen werden.

? Ist die Erstellung eines Lüftungskonzeptes Pflicht?
Antwort:
Für neu zu errichtende oder zu modernisierende Gebäude mit lüftungstechnisch relevanten Änderungen ist ein Lüftungskonzept zu erstellen. Dabei sind bauphysikalische, lüftungs-/gebäudetechnische, sowie auch hygienische Gesichtspunkte zu beachten. Das Lüftungskonzept umfasst die Feststellung der Notwendigkeit von lüftungstechnischen Maßnahmen und die Auswahl des Lüftungssystems.
Mit Hilfe unsere Tabellen (Excel-Format) können Sie die Einhaltung der Forderung nach den Grundsätzen der DIN 1946-6 nachweisen und gleichzeitig komplette Lüftungsanlagen bezogen für jede Wohnung berechnen.

? Welche Wohnungslüftungsgeräte müssen nach ErP-Richtlinie gekennzeichnet werden?
Antwort:
Gemäß der Europäischen Verordnung Nr. 1253/2014 bzw. Nr. 1254/2014 sind Wohnraumlüftungsgeräte (mit /ohne einem Wärmeübertrager) mit einer Energieverbrauchskennzeichnung Energielabel) zu kennzeichnen. Ausgenommen von dieser Kennzeichnungspflicht sind Lüftungsgeräte, die in einer Volumenstromrichtung (z.B. Abluft) fördern und eine elektrische Eingangsleistung <30 Watt besitzen (z.B. Entlüftungsgeräte für Ablufträume nach DIN 18017-3). Neben der Kennzeichnung mit dem Energielabel sind entsprechende Produktdatenblätter zum Produkt selbst beizulegen bzw. auf der Homepage zu veröffentlichen. Die Energieklasse (z.B. A oder C) des Produktes ist in Werbungen (technisches Werbematerial) dann anzugeben, wenn darin Angaben zum Energieverbrauch oder Preis enthalten sind.

Die Verordnung tritt zum 01.01.2016 für Produkte in Kraft die "in Verkehr" (d.h. unser Haus verlassen hat) gebracht werden.

? Welche Funktion erfüllt die Rückschlagklappe im Lüftungsgeräte nach DIN 18017-3
Antwort:
Unsere federbelasteten Rückschlagklappen erreichen im Durchschnitt Leckagen unter 1 l/h. Die Anforderung der DIN 18017-3 mit 10 l/h (= 0,01 m³/h) wird weit unterschritten. Die Dichtigkeit der Rückschlagklappe wird von allen Lüftungsgeräten und in jeder Einbaulage (Ausblasstutzen oben, seitlich, hinten und unten) erfüllt.
Neben der Verhinderung von Geruchs- und Staubübertragungen bei Anlagestillstand, erfüllt die Rückschlagklappe auch die Anforderungskriterien zur Verhinderung einer Kaltrauchübertragung in Lüftungsleitungen.

? Können Einrohrlüftungsgeräte als "Dauerläufer" eingesetzt werden?
Antwort:
Ja. Aufgrund der Anforderung der DIN 18017-3 müssen Motoren für den Dauerbetrieb bei allen Laststufen geeignet sein.

? Welcher Auslegungsdruck wird für den Lüfterbetrieb nach DIN 18017-3 bzw. 1946-6 bzw. auf welchen Differenzdruck werden Zulufteinrichtungen für den Betrieb von Lüftungsgeräten/-anlagen ausgelegt?
Antwort:
In Wohnungen, in denen raumluftabhängige Feuerstätten installiert sind, darf der Differenzdruck höchstens 4 Pa betragen. In sonstigen Wohnungen darf der Differenzdruck höchstens 8 Pa betragen.

? Kann der Einbaukasten in jeder Einbaulage verwendet werden?
Antwort:
Hier ist zwischen den Einbaukästen mit und ohne Brandschutz zu unterscheiden.
Einbaukästen ohne Brandschutzzulassung können in jeder Einbaulage verwendet werden (Einbaulage: Stutzen oben, unten, rechts und links). Bei Montage mit Ausblasstutzen nach unten ist die Rückschlagklappenfeder von ihrer ursprünglichen Öse auszuhängen und in eine andere Öse einzuhängen (siehe hierzu die Hinweise in der jeweiligen Montageanleitung).
Einbaukästen mit Brandschutz Serie compact-K können mit Ausblasstutzen oben, links und rechts eingebaut werden. Einbaukästen mit Brandschutz Serie compact-BR sind nur in der Einbaulage -Stutzen oben- zugelassen.

? Darf ein Lüftungsgerät in Schutzbereich 1 nach VDE 0100-701 eingebaut werden?
Antwort:
Ein Lüftungsgerät darf nur dann in den Schutzbereich 1 eingebaut werden, wenn eine nachgewiesene Strahlwasserschutzprüfung (IPX5) vorliegt. Die LIMOT-Lüftungsgeräte der Serie compact sind strahlwasserschutzgeprüft (IPX5) und können innerhalb des Schutzbereiches 1 eingebaut (siehe Broschüre DIN18017-3, Seite 12)

? Warum laufen die Geräte nach dem Abschalten des Lichtes bzw. des Lüftungsschalters so lange weiter?
Antwort:
Bei bedarfsgeführten Entlüftungsanlagen nach DIN 18017-3:2009-09 ist während der Nutzung ein Abluftvolumenstrom von 60 m³/h abzuführen. Der Abluftvolumenstrom darf in Zeiten geringen Luftbedarfs auf 0 m³/h reduziert werden, wenn nach dem Ausschalten des Gerätes weitere 15 m³ Luft abgeführt werden. Dies entspricht einer Nachlaufzeit von 16 Minuten (Standardeinstellung Nachlaufmodul C-NR).

? Welche Funktion hat die Regulierplatte bei der Lüfterserie compact 60 bzw. compact-II (Zweiraumgerät)?
Antwort:
Die Regulierplatte wird zur Stabilisierung der Gerätekennlinie und der Festlegung des Volumenstromes benötigt. Sie wird serienmäßig zu Gebläseeinheit compact 60 mitgeliefert. Bei dieser Gebläseeinheit ist die Regulierplatte bei der Unterputzvariante mit Ausblasstutzen nach hinten (compact/H), sowie der Aufputzvariante zu entfernen.
Beim compact 100 ist die Regulierplatte nur für Geräte mit Zweitraumanschluss notwendig. Hier wird bei der Lieferung des Kastens compact-II eine Regulierplatte in der Dokumentenhülle mitgeliefert, die nachträglich auf die Gebläseeinheit Serie compact 100 zu montieren ist.

? Ist der gemeinsame Betrieb von Lüftungsgeräten und raumluftabhängigen Feuerstätten statthaft?
Antwort:
Ventilatoren dürfen gemäß der bauaufsichtlichen Zulassung in Nutzereinheiten mit raumluftabhängigen Feuerstätten installiert und betrieben werden, wenn die Abgasführung durch besondere Sicherheitseinrichtungen überwacht wird, die im Auslösefall auch die Ventilatoren abschalten.
Dabei muss sichergestellt sein, dass durch den Betrieb des Ventilators kein größerer Unterdruck als 4 Pa in der Nutzereinheit erzeugt wird. Bei der Bemessung und Auslegung der Außenwanddurchlässe ist dies zu berücksichtigen.

? Welche Nachteile hat die freie Lüftung gegenüber einer ventilatorgestützten Lüftung?
Antwort:
Die Volumenströme einer freien Lüftung über z.B. Fensterfalzlüfter oder Außenwandluftdurchlässe einer Wohnung unterliegen im Regelfall den „Natureinflüssen“ wie z.B. Windrichtung, thermischer Auftrieb und Winddruck. Aufgrund diesen unbeeinflussbaren Faktoren kann zwar nach DIN 1946-6 eine freie Lüftung ausgelegt werden, die jedoch nur unter gewissen Umständen zutrifft. Handelt es sich z.B. um eine einseitig offene Wohnung mit nur einer Außenfassade, hat eine „Freie Lüftung“ keine zu-/abströmende Seite und somit keine Lüftung.
Auf die mechanische Lüftung haben die „Natureinflüsse“ weniger Einfluss. Die Volumenstromanforderungen an die Wohnung selber bzw. an die einzelnen Ablufträume sind durch den Einsatz von Ventilatoren besser bestimmbar.

? Auf welche Strömungsgeschwindigkeiten sind Abluftleitungen zu dimensionieren?
Antwort:
Bei der Auslegung von Lüftungsleitungen nach DIN 18017-3 ist die Strömungsgeschwindigkeit nicht relevant. Die Lüftungsleitung wird nach dem Druckverlust (deltaP) der Lüftungsgeräte dimensioniert. Wir empfehlen jedoch aufgrund von Geräuschbildungen im Leitungssystem durch die Luftströmung eine maximale Strömungsgeschwindigkeit von 7 m/s nicht zu überschreiten.
Für die Auslegung der Lüftungsleitungen nach DIN 1946-6 empfehlen wir aus energetischen Gründen die maximale Strömungsgeschwindigkeit in Lüftungsleitungen von ca. 5 m/s nicht zu überschreiten.

? Wie kann Zugluft bei Verwendung von Außenwandluftdurchlass verhindert werden?
Antwort:
Um eine größtmögliche thermische Behaglichkeit bei Einsatz von ALD's in Räumen zu erfüllen, sollten nachfolgende (Montage) Bedingungen beachtet werden:
- Anordnung der Heizfläche, wenn möglich, an der Außenwand unter dem Fenster
- Anordnung der Zulufteinrichtung (wenn möglich) weit oben unter der Decke oder zwischen Fenster und Heizkörper
- Verwendung z.B. einer Winddrucksicherung
- Auslegung der Luftmenge je Zulufteinrichtung bei Nennlüftung nicht mehr als ca. 30 m³/h
- Auslegungsdruck max. 8 Pa bei Nennlüftung; 4 Pa bei Verwendung in Räumen mit einer raumluftabhängigen Feuerstätte
- Lufteinströmung an der Zulufteinrichtung parallel zur Innenwand einströmen lassen.

 
 
LIMOT GmbH & Co. KG Lüftungstechnik
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